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Die Urheimat der Familie Kyburz liegt allem Anschein nach in der Stadt Aarau, wo sie bereits im frühen 15. Jahrhundert erwähnt wird. Ab dem 16. Jahrhundert finden wir auch Mitglieder dieser Familie in Erlinsbach und Entfelden, wo sich Nachkommen bis heute gehalten haben. Der Stammvater des Wynentaler Zweiges, der Pfarrer Hans Heinrich Kyburz (gest. 1665), war Bürger von Aarau. Er wirkte 1632 als Provisor (Lateinschulmeister) in Zofingen, bevor er im Dezember 1634 die Pfarrstelle in Unterkulm antratt. Da er dieses Amt während 31 Jahren „wohl und löblich“ an ein und demselben Ort inne hatte, ist es ohne weiteres nachvollziehbar, dass seine Kinder im Dorf Wurzeln schlugen und sich mit Einheimischen vermählten.

Die ersten Generationen von Pfarrer Kyburz‘ Nachkommen gehörten der dörflichen Oberschicht an. Von den Söhnen Hans Ludwig (gest. 1702) und Heinrich (um 1647–1720) amtete der jüngere während langer Jahre als Kirchmeier. Neben zwei Schulmeistern finden wir unter den Enkeln auch einen ersten Wirt. Die Kyburz wirteten in der Folge sowohl im Bären, als auch im Kreuz - beide Wirtschaften sind heute verschwunden. Zwei Vertreter dieses Wirt-Zweiges, Jakob (1714-1759) und sein Sohn Hans Rudolf (1745-1785) besorgten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sogar das Amt des Kulmer Untervogts. Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein hielt die Familie an ihrem Aarauer Bürgerrecht fest. Infolgedessen wurden die Kyburz als Ausburger auch in den Aarauer Registern verzeichnet. |
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Wappen der Kyburz von Unterkulm |

Obwohl der Pfarrer mindestens sieben Enkelsöhne hatte, die eine Familie gründeten, setzt sich nur der Stamm des jüngsten Enkels bis in die heutige Zeit fort. Alle heutigen Unterkulmer Kyburz stammen demnach vom Glaser Heinrich Kyburz (1678-1750) ab. Während die Familie Kyburz in Aarau 1864 ausstarb, blüht sie im Wynental bis heute.
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